Feeds:
Artikel
Kommentare

Die ersten zwei Tage der diesjährigen Wahl zum Studierendenparlament verliefen sehr ruhig. Leider zu ruhig. „Auf der einen Seite freuen wir uns über den fairen und sachlich geführten Wahlkampf. Auf der anderen Seite führt ein fehlender „Aufreger“ zu starkem Desinteresse bei den Studierenden. Vielen Studis ist leider nicht bewusst, welchen Einfluss diese Wahl auch auf ihren eigenen Uni-Alltag haben kann“, berichtet GHG-Sprecherin Helena Patané. „Deshalb ist es gerade während der Klausurenphase sehr schwierig, die Studis zu motivieren, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.“

Da die Legislaturperiode des Studierendenparlaments immer genau ein Jahr dauern muss, fällt die Wahl regelmäßig in die heiße Klausurphase. „Wir hoffen, dass wir in den nächsten Tagen noch viele Studierende überzeugen können und so ein Zeichen für Mitbestimmung und Demokratie setzen können.“ Bisher liegt die Beteiligung deutlich unter den schon schwachen 16 Prozent aus dem Vorjahr.

Bis Juni 2011 ratifizierten zahlreiche Staaten – darunter auch Deutschland – die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Kurz gefasst besagt diese, dass alle Menschenrechte auch für Menschen mit Behinderung gelten und bestehende Hürden abgebaut werden müssen. Bereits 2010 beschloss das Deutsche Studentenwerk einen Umsetzungsplan für die Hochschulen. Was ist seitdem passiert? Das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) gehört deutschlandweit zu den Vorreitern im Bereich der Behindertenberatung, barrierefreier Einrichtungen und Wohnheimplätze für Studierende mit Behinderung. Doch darüber hinaus sieht es düster aus, wenn es um Barrierefreiheit und Inklusion an der Ruhr-Uni geht. Der Campus ist ein Hindernisparkur für Rollstuhlfahrer*innen, die zahlreichen defekten Platten eine gefährliche Stolperfalle für Sehbehinderte. Arbeitsräume oder -plätze für behinderte Studierende werden ausschließlich vom AKAFÖ im Studierendenhaus gestellt. Keine einzige Fakultät verfügt über technische Hilfen für motorisch eingeschränkte, seh- oder hörbehinderte Studis.

Campusmodernisierung als Chance?

Die Campusmodernisierung ist eine einmalige Chance, die Bedingungen massiv zu verbessern. Beim Gebäude ID sind bereits gute Ansätze zu erkennen, aufgrund der fehlenden Kommunikation zwischen der Bauabteilung der Uni und der Behindertenvertretung passierten jedoch zahlreiche unnötige Fehler, die vielen Studierenden das Leben schwer machen. So sind ausgewiesene und ggf. lebenswichtige Rettungswege nicht rollstuhlgerecht. Hier muss die Verwaltung beim weiteren Aus- und Umbau der Uni umsteuern, um eine Uni für alle auch baulich möglich zu machen.

Ein barrierefreier Campus allein reicht nicht aus!

Doch ein barrierefreier Campus ist lediglich eine wichtige Grundvoraussetzung. Noch wichtiger sind die Studienstrukturen selbst. Die verschulten Strukturen, die seit der Bologna- Reform Alltag an der RUB sind, sind besonders für Menschen, die eine intensive medizinische und/oder pflegerische Betreuung benötigen, eine krasse Belastung (siehe das Interview mit Harry Baus). Daher fordern wir die vollständige Abschaffung der Anwesenheitspflichten sowie eine größere Flexibilisierung des Studiums! Denn wer selbstbestimmt leben möchte, möchte auch selbstbestimmt studieren!

Noch bis Freitag finden an der Ruhr-Uni die Wahlen zum Studierendenparlament statt. Wenn Du Dir eine Studierendenvertretung wünschst, die sich für eine barrierefreie Uni und die Inklusion behinderter Studierender einsetzt, dann gib Deine Stimme der Grünen Hochschulgruppe.

Pünktlich zum Auftakt der Wahlwoche präsentieren wir Euch nun auch online unsere diesjährige Ausgabe von betonGRÜN. In der Zeitung findet Ihr Infos zu zahlreichen Themen, die uns wichtig sind. Außerdem werden unsere ersten zehn Kandidat*innen vorgestellt und Ihr findet auch die Übersicht über alle 117 Personen, die dieses Jahr für die Grüne Hochschulgruppe für das Studierendenparlament kandidieren. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

Ab morgen könnt Ihr dann zwischen 9 und 16 Uhr wählen gehen. Die Wahllokale sind bis Freitag zu den genannten Zeiten geöffnet. Wahlberechtigt sind alle eingeschriebenen Studierenden der Ruhr-Universität. Die Wahllokale befinden sich in den Cafeterien NA, NC, IB, MA, GA, GB und GC. Wo Ihr wählen könnt, entscheidet Euer Erstfach. Wenn Ihr unsicher seid, schaut auf Eure Studienbescheinigung, welches Fach zuerst genannt wird.

Die Wahlurnen:

Cateteria IB (Maschinenbau, Bauingenieurwesen)
Cafeteria NA (Physik, Mathematik, Geowissenschaften, Arbeitswissenschaften, Deutschkurs, Studienkolleg)
Cafeteria NC (AI, Chemie, Biologie, Elektro- & Informationstechnik, Neuroinformatik, Neuroscience)
Cafeteria MA (Medizin, Sport)
Cafeteria GA (Theologie, Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Geschichte)
Cafeteria GB (Philologie, OAW)
Cafeteria GC (Jura, WiWi, SoWi)

Die Internationale Liste ist Teil der Grünen Hochschulgruppe und setzt ihren Schwerpunkt auf internationale Themen und die Bedürfnisse und Probleme ausländischer Studierender und Studierender mit Migrationshintergrund. Außerdem möchten wir den Campus mit kulturellen Darbietungen aus allen Teilen der Welt bunter gestalten.

Die Revolutionen in der Arabischen Welt beschäftigten im vergangenen Jahr auch die deutschen Medien. Nicht nur Deutsche mit arabischen Wurzeln waren plötzlich an den Verhältnissen in Tunesien, Libyen, Ägypten und Syrien interessiert. Das griffen wir auf und organisierten mehrere Veranstaltungen zum „Arabischen Frühling“ mit zum Teil weit über hundert Gästen. Doch nicht nur aus sicherer Distanz beschäftigten wir uns mit der Demokratriebewegung in Arabien. Unter Beteiligung der Internationalen Liste flogen zehn RUB-Studierende nach Tunesien, um sich mit Studierenden dort über Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung auszutauschen. Unsere Referent*innen im AStA waren auch im Bereich Kultur aktiv und organisierten u.a. mit dem Interkulturellen Abendessen (rund 500 Gäste) und dem Poetry Slam (rund 250 Gäste) wieder einige der erfolgreichsten Kultur-Events auf dem Campus.

Für eine soziale Ruhr-Uni!

Doch nicht nur Kultur und internationale Politik sind uns ein Anliegen, sondern auch die Nöte und Probleme der Studierenden vor Ort. Gerade ausländische Studierende haben oft finanzielle Probleme. Sie haben ein deutlich geringeres Durchschnittseinkommen als Deutsche (Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks) und sind zudem bei finanziellen Engpässen oft von einer Abschiebung bedroht. Daher unterstützen wir seit Jahren im AStA den Hilfsverein zur Förderung ausländischer Studierender. In Zusammenarbeit mit den Hochschulgemeinden, dem AStA der Hochschule Bochum und dem AKAFÖ wird hier Studierenden unter die Arme gegriffen, die kein Anrecht auf staatliche Fördermittel haben. So konnten wir vielen talentierten Studierenden den Abschluss ermöglichen und eine Abschiebung kurz vor dem Studienabschluss verhindern. Auf unsere Initiative wurden die Fördermittel außerdem deutlich erhöht.

Vom 23. bis zum 27. Januar finden an der Ruhr-Uni wieder die Wahlen zum Studierendenparlament statt. Wenn Du Dir eine Studierendenvertretung wünschst, die sich für eine bunte und vielseitige Uni einsetzt, dann gib Deine Stimme der Grünen Hochschulgruppe.

Freiheit an die Hochschulen!

Seit diesem Wintersemester müssen Studierende in Nordrhein-Westfalen keine Studiengebühren mehr zahlen, so auch an der Ruhr-Universität. „Das ist ein großer Erfolg der Grünen Hochschulgruppen in NRW“, so GHG-Sprecherin Helena Patané. „Jahrelang haben wir gegen diese ungerechte und bildungspolitisch fatale Campus- Maut protestiert. Nordrhein- Westfalen ist mit der Abschaffung der Studiengebühren ein Stück bildungsgerechter geworden.“ Aber auch in diesem Jahr stehen neue hochschulpolitische Entscheidungen auf Landesebene an. In NRW soll das Hochschulfreiheitsgesetz novelliert werden. Das Gesetz stammt noch aus der Feder der alten schwarz-gelben Landesregierung und hat mit Freiheit wenig zu tun. Die Grünen Hochschulgruppen in NRW (Campus:Grün NRW) haben sich im Sommer getroffen und einen Forderungskatalog an die Landesregierung entwickelt. Grundsätzlich sollen bildungspolitische und soziale Interessen der Gesellschaft den Interessen der Wirtschaft übergeordnet werden. Eine zentrale Forderung ist die Abschaffung der Hochschulräte an allen Universitäten und Hochschulen. Auch an der Ruhr-Universität muss der Hochschulrat abgeschafft werden. Die Kompetenzen, die durch das Hochschulfreiheitsgesetz an den Hochschulrat gegangen sind, müssen wieder im Senat angesiedelt werden. Neben der Abschaffung des Hochschulrates fordern die Grünen Hochschulgruppen die Festschreibung der Viertelparität in allen Gremien der Universitäten und Hochschulen. Die strukturelle Mehrheit der Professor*innen im Senat und in den Fakultätsräten gegen Studierende, Verwaltungsangestellte und den akademischen Mittelbau ist undemokratisch.

Die Gender- und Gleichstellungspolitik an Universitäten muss überdacht werden. So ist wenigstens eine studentische Gleichstellungsstelle mit mindestens 40 Stunden pro Woche zu benennen. Dazu müssen die nötigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Genau so fordern wir eine Quotenregelung bei der Besetzung von Stellen nach dem Kaskadenmodell. Die Hochschule muss ein diskriminierungsfreier Raum sein, in dem eine individuelle und emanzipatorische Entwicklung vollzogen werden kann. Diese Vielfalt muss sich unter dem Schlagbegriff der „Diversity“ auch in den Hochschulen wiederfinden. Dabei wird vom Prinzip der Unterschiedlichkeit der Menschen und einer vielfältigen Gesellschaft ausgegangen.

Jenseits von Frau und Mann

Homosexuelle Männer und Frauen gelten in der Popkultur als Vorbilder. Im gesellschaftlichen Alltag sieht die Realität jedoch anders aus: Auf Schulhöfen wird das Wort „schwul“ sogar wieder verstärkt als Schimpfwort verwendet. Das Autonome Schwulen- sowie das Autonome FrauenLesben-Referat arbeiten seit Jahren gegen diese und andere Arten von Diskriminierung. Aus unserer Sicht ist nun jedoch der Zeitpunkt gekommen, dass die Einteilung in schwul und lesbisch nicht mehr für alle funktioniert.

Autonomes Queer und Gender-Referat

Unser Wunsch ist ein Autonomes Queer und Gender- Referat. Hier wollen wir die Heteronormativität der ganzen Gesellschaft hinterfragen und Geschlechter (-rollen) aufbrechen und überwinden. Wir wollen die Diversität aller Menschen stärken, anstatt sie in Schubladen, wie hetero oder homo zu stecken. In den Queerund Gendertheorien spielen alle Menschen eine Rolle, seien es Frauen, Anderssexuelle, Migrant*innen. Auch unterschiedliche Auffassungen vom eigenen Geschlecht, das manchmal auch konträr zum biologischen Geschlecht stehen kann, werden berücksichtigt. Aber auch Rassismus sowie Kulturkritik haben eine grosse Bedeutung in diesem Kontext. Die ganze menschliche Sexualität und ihre Rolle für die Gesellschaft sollen im Fokus dieses neuen Referats stehen und somit die erfolgreiche Arbeit des FrauenLesben- und des Schwulenreferats fortsetzen und erweitern.

Gemeinsames Abendessen

Montag, 23. Januar
um 18 Uhr
in der Cafeteria GA

Vom 23. bis zum 27. Januar finden an der Ruhr-Uni wieder die Wahlen zum Studierendenparlament statt. Mit diesem Abendessen wollen wir alle unsere Sympathisant*innen einladen mit uns den Auftakt der Wahlen zu feiern. Wenn Du die Grüne Hochschulgruppe kennenlernen möchtest, schau doch einfach bei uns vorbei. In freundlicher Atmosphäre wollen wir bei Speis und Trank ins Gespräch kommen und uns gemeinsam für eine gerechte, ökologische, internationale und demokratische Ruhr-Uni einsetzen. In der ganzen Woche kannst Du von 9 bis 16 Uhr in der Cafeteria Deines Erstfaches Deine Stimme abgeben. Studierende des Gebäudes ID wählen an der Urne in NC.

 

Meine Daten gehören…

… mir? Oder? Gerade an einer Universität ist die Frage nach Datenschutz und Datensicherheit von zentraler Bedeutung. Prüfungsleistungen werden online erfasst und verwaltet, die analoge Erfassung von Daten stirbt mehr und mehr aus. Trotzdem sind die Strukturen an der RUB noch immer nicht auf die aktuellen Verhältnisse angepasst. VSPL ist zu Semesterbeginn regelmäßig überlastet, in zahlreichen Fächern ist neben der digitalen Erfassung der Leistungen weiter das Vorzeigen der Papierscheine notwendig. Wir benötigen ein Verwaltungssystem, das modernsten Standards in den Bereichen Sicherheit und Benutzer*innenfreundlichkeit entspricht. Zu Semesterbeginn können kurzfristig zusätzliche Serverkapazitäten zugeschaltet werden, um Engpässe zu vermeiden. Leistungen dürfen nicht einfach aus dem System „verschwinden“, Dozierende und Verwaltungsangestellte müssen ohne zeitraubende Fortbildungsmaßnahmen in der Lage sein, VSPL zu bedienen. Dies ist nur zu erreichen, wenn dem IT-Bereich endlich der notwendige Stellenwert innerhalb der Uni zugestanden wird. Das Rechenzentrum muss mehr sein als ein IT-Servicedienstleister. Es sollte langfristig wichtigste Schnittstelle der Verwaltung und Ideenpool für die Weiterentwicklung der Hochschulverwaltung sein.

Tierversuche? Nein, danke!

13.000 Tiere sterben jährlich für Versuche an der Ruhr-Universität. Wissenschaftler*innen, die daran beteiligt sind, schweigen gerne zu dem Thema. Doch in diesem Jahr gelang es, das Schweigen zu brechen und Befürworter*innen und Gegner*innen von Tierversuchen an einen Tisch zu bringen. „Nach mehr als zehn Jahren gab es endlich wieder eine große Diskussion über Tierversuche an der Ruhr-Uni“, freut sich der frühere GHG-Sprecher Jan Keitsch, der die Veranstaltung geplant und moderiert hat.

Auf dem Podium saßen neben Jan Keitsch noch Ulf Eysel (Mediziner, Prorektor für Forschung) und André Schmidt (Biologe, Menschen für Tierrechte e.V.). Weit über hundert Gäste kamen an diesem Abend ins KulturCafé, um die Diskussion zu verfolgen und sich zu beteiligen. Neben verhärteten Fronten und kontroversen Diskussionen gab es auch konkrete Lichtblicke. „Die beste Methode, Tierversuche zu überwinden, besteht darin, diese überflüssig zu machen“, meint André Schmidt. „Diesem Ziel sind wir einen Schritt näher gekommen, in dem wir den Forschenden Alternativen aufzeigen konnten.“ Mehrere Dozierende haben nach der Veranstaltung versichert, Alternativen zu Tierversuchen stärker in Lehre und Forschung zu integrieren. Mit der Universitätsleitung wurde vereinbart, sich gemeinsam für die Schaffung einer Nachwuchsforschungsgruppe zu diesem Thema stark zu machen. „Wir stehen erst am Anfang einer langen Entwicklung, an deren Ende die Abschaffung von Tierversuchen stehen muss. Doch den ersten Schritt haben wir gemacht“, berichtet Jan Keitsch. Das nächste Ziel besteht darin, die Forschung am offenen Gehirn von Affen zu unterbinden. Diese Versuchsreihen gelten als besonders grausam, ihr wissenschaftlicher Nutzen ist umstritten.

Für besseren Verkehr!

Uns geht es ums Ganze. Deswegen steht bei uns nicht nur ein Verkehrsträger im Mittelpunkt unserer Überlegungen. Mobilität ist der Startpunkt unseres Konzepts. Nur wenn wir Bus und Bahn, Fahrradwege, aber auch die PKW-Anfahrt und Fußwege an und zur RUB klug vernetzen und ausbauen, kann die katastrophale Verkehrslage an der RUB behoben werden. Deswegen fordern wir ein sozial und ökologisch durchdachtes Verkehrskonzept für die Ruhr-Universität Bochum.

U35-Taktung erhöht

Seit dem Wintersemester 2011/2012 verkehrt die U35 auf Initiative und Hinwirken der Grünen Hochschulgruppe mit einer besseren Taktung. Nach intensiven Gesprächen mit der Bogestra verkehrt die U35 nun am technischen Maximum. „Wir wissen, dass unsere Bemühungen um eine schnellere Taktung der U35 nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind“, so Wolfgang Rettich, im AStA zuständig für Verkehr und das Semesterticket. „Auf die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes waren die Universität und die Bogestra nicht vorbereitet. Auch die Lage der Universität am Rande der Stadt Bochum ist für den ÖPNV nicht ideal. Nächstes Jahr kommt noch der doppelte Abiturjahrgang auf uns zu. Deswegen gibt es noch viel zu tun.“ Bereits im Oktober wurde eine Probefahrt für einen Linienbus zwischen dem Hauptbahnhof und dem GC-Gebäude erprobt. Die hier gesammelten Informationen und die Fahrgastzahlen aus der verkürzten Taktung der U35 werden nun ausgewertet. Fazit ist, dass ein Shuttelbus zwischen dem Hauptbahnhof und der RUB technisch machbar ist.

NRW-Ticket ausbauen!

Zu einem sozialen und ökologischen Verkehrskonzept gehört auch das NRWTicket. Mit ihm können Studierende kostengünstig und umweltbewusst in ganz NRW fahren. Ob zur Familie ins Sauerland oder zur Freundin nach Bonn, ob zum Praktikum nach Aachen oder zur Ausgrabungsstätte nach Xanten. Das NRW-Ticket ist für Studierende ein wichtiges Stück Lebensqualität. Aber es sollte noch mehr können. Deswegen fordern wir, dass die Mitnahme von einer weiteren Person nach 19 Uhr und an Wochenenden, sowie die Mitnahme eines Fahrrads generell in ganz NRW möglich sein muss. Momentan enden diese Zusatzleistungen an den Grenzen des VRR.

Fokus auf den Radverkehr!

Im Rahmen der RUB-Sanierung fordern wir einen Fokus auf den Radfahrverkehr zu legen. Die momentane Situation ist für Beteiligte im Radverkehr nicht weiter hinnehmbar. Weder der Weg zur RUB noch die Wege an der RUB sind für den Fahrradverkehr hinreichend ausgebaut. Wir fordern mehr überdachte Fahrradstellplätze vor jedem Gebäude und verschließbare Fahrradboxen wenigstens an zentralen Orten wie dem HZO, der Mensa und vor der UB. Auch die Inklusion von Menschen mit Behinderung muss bei der Sanierung der Universität jederzeit bedacht werden. Für Menschen mit einer Sehbehinderung und im Rollstuhl ist die RUB wie ein Irrgarten. Wir brauchen mehr Aufzüge und direktere Verbindungen. Die Treppen im Freien müssen weitestgehend durch lange Rampen und Niveauangleichungen ersetzt werden. Mit farblichen Kontrasten entlang der Wege und in Gebäuden kann Menschen mit Sehbehinderungen eine bessere Mobilität an der RUB ermöglicht werden.

Was ist mit dem Auto?

Zu unserer Sicht von einer sozialen und ökologischen Mobilität gehört auch der bewusste Umgang mit dem PKW. Wir fordern ein zentrales Mitfahrregister, dass durch die RUB betrieben wird. Mit Mitfahrgelegenheiten können unnötige Fahrten mit nur einer Person in einem Auto minimiert werden und die Parkraumnot zum Teil entgegengewirkt werden. Wir fordern eine am Studierenden orientierte Parkraumbewirtschaftung und ein vernünftiges Parkleitsystem. Dazu gehört auch die Einrichtung und Erweiterung von P&R-Parkplätzen entlang von zentralen Punkten des ÖPNV. Für Elektroautos fordern wir auf jedem Parkplatz der RUB mindestens zwei Ladezonen einzurichten.

Ältere Artikel »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 81 other followers