Bündnis 90/Die Grünen fordern gemeinsam mit der Grünen Hochschulgruppe Bochum einen sofortigen Stopp der Versuche an lebenden Affen an der Ruhr-Universität Bochum.
Die Affen müssen mit zum Teil geöffnetem Gehirn und eingesetzten Drähten, Bolzen und Zylindern sowie unter ständigem Wasserentzug zweifelhafte Tests absolvieren. Ein Erkenntnisgewinn ist nicht nachweisbar. Dagegen protestierten die Grünen in Bochum mit einem offenen Brief an den Rektor der Ruhr-Universität Bochum. Darin wird die Ruhr-Universität zum sofortigen Ausstieg aus der Forschung mit Tierversuchen an Affen aufgefordert. Mit ihrem offenen Brief unterstützen die Grünen die Forderungen des Deutschen Tierschutzbundes, der ebenfalls einen sofortigen Ausstieg fordert.
Die Grünen stoßen sich auch daran, dass trotz anders lautender Äußerungen die Tierversuche nach der Pensionierung von Professor Klaus Hoffmann, der die Experimente maßgeblich betreute, weitergeführt werden. „An einer Universität werden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgebildet. Zur Wissenschaft gehören auch Moral und Ehrlichkeit. Es kann nicht sein, dass erst gelogen wird und danach die Experimente einfach weiterlaufen“, kritisiert Wolfgang Rettich, Mitglied im Vorstand der Grünen und Sprecher des Studierendenparlaments der Ruhr-Universität Bochum.
Unterstützt werden die Grünen in Bochum durch Johannes Remmel, Parlamentarischer Geschäftsführer und umweltpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Landtag. Dieser erklärte unlängst: „Grausame Tierversuche sind unter dem Deckmantel der Wissenschaftsfreiheit nicht hinzunehmen. Die Wissenschaftsfreiheit endet dort, wo Rechte anderer verletzt werden: Gleichgültig ob Mensch oder Tier.“