Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) an der Ruhr-Universität Bochum beendet mit sofortiger Wirkung die Listengemeinschaft mit der Internationalen Liste (IL). Seit 2008 trat die IL als Teil der Grünen Hochschulgruppe zu den Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) an der Ruhr-Universität Bochum an. Aufgrund starker politischer Differenzen ist dieses Bündnis nicht weiter tragfähig.
Zum Bruch kam es aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen zur Bildung eines neuen AStAs. Nachdem wir uns vor der Wahl darauf verständigt hatten, im Falle eines Wahlsieges die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren bisherigen Partnerinnen (Linke Liste und Schöner Wohnen in Bochum) fortzusetzen, äußerte die IL nach der Wahl nahezu geschlossen den Willen, eine Koalition mit der Juso-Hochschulgruppe sowie der NAWI eingehen zu wollen. Nach zahlreichen Treffen sowie erfolglosen Kompromissvorschlägen haben wir nun den Entschluss gefasst, die Zusammenarbeit mit der IL zu beenden.
Den deutlichen Wahlsieg der grün-linken Koalition haben wir als Auftrag der Wählerinnen und Wähler zur Fortsetzung unserer Arbeit gewertet. Dass die IL trotz steigender Unterstützung für die aktuelle Koalition einen Kurswechsel vollziehen möchte, bleibt für uns unverständlich.
Die GHG steht für eine politische, soziale, ökologische und progressive Studierendenvertretung im AStA. Dieses Selbstverständnis widerspricht einer Koalition mit der NAWI.
Daher werden wir nach vier Jahren im AStA in die Opposition gehen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr. Wir hätten gerne weiterhin gemeinsam mit der Internationalen Liste, der Linken Liste und Schöner Wohnen in Bochum die Studierenden vertreten. Trotz aller Differenzen möchten wir uns bei der Internationalen Liste für die über vier Jahre lange Zusammenarbeit bedanken, die in vielen Bereichen bis zuletzt sehr positiv und fruchtbar war.
D.h. der “linke” AStA kann die Interessen der Ausländer/innen nicht mehr vertreten? Oh je …
Das erschließt sich mir nicht ganz. Menschen mit Migrationshintergrund und/oder Menschen ohne deutschen Pass gibt es ja glücklicherweise in allen Listen. Wäre an einer so internationalen Uni im Ruhrgebiet auch traurig, wenn dem nicht so wäre.
Von daher wird sich wohl jeder AStA an der RUB auch für eine gute Vertretung ausländischer Studis einsetzen.
Mit den Religiösen eine Liste zu bilden war einfach eine schwachsinnige Sache, wie sollte das auch langfristig zusammenpassen? Das hat die GHG zur stärksten Fraktion gemacht, aber jetzt haben wir die Quittung.