Anlässlich der anstehenden Landtagswahlen haben die Grüne Hochschulgruppe der Universitäten aus Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Hagen, Köln, Münster und Paderborn gemeinsam einen Forderungskatalog formuliert. Im Vordergrund stehen dabei der Erhalt des gebührenfreien Studiums, die Sicherstellung ausreichender Studienplätze und die Reform des Hochschulrechts in NRW.
„Wir fordern die Abschaffung der Hochschulräte und eine Demokratisierung der Entscheidungsprozesse in der akademischen Selbstverwaltung.“ so Laura Schlegel, Mitglied der Grünen Hochschulgruppe Bochum. „Dem ständig anwachsenden Einfluss der Wirtschaft auf die Hochschulen muss auf diese Weise Einhalt geboten werden.“
Große Ziele
Die von den Studierenden geforderten Maßnahmen sind weitreichend. Neben den oben genannten Forderung stehen Geschlechtergerechtigkeit, gute Lehre sowie finanzielle Planungssicherheit für die Hochschulen auf dem Plan. Darüber hinaus soll laut den Grünen Hochschulgruppen in NRW eine Garantie von Studien- und vor allem Masterplätzen für alle studierfähigen Bewerber*innen bestehen. Heraldo Hettich von Campus:grün Bonn, möchte, dass die neue Landesregierung diesen Herausforderungen entschlossen entgegengeht: „Mit Blick auf die steigenden Studierendenzahlen muss der schnelle Ausbau der Infrastruktur in den nächsten Jahren mit Priorität behandelt werden.“
Viel erreicht und viel zu tun
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung initiierte schon vor über einem Jahr einen offene Dialogprozess zur Weiterentwicklung des Hochschulrechts. Viele Studierende befürworteten diesen Vorstoß von Anfang an, doch dürfe dieses Projekte jetzt nicht in der Schwebe bleiben, sondern müsse „konsequent weitergeführt und endlich zu fruchtbaren Ergebnissen geführt werden!“ so Heraldo Hettich.
Die Forderungen sind so hart wie klar. Sie sind an alle Parteien und Hochschulen gleicher Maßen gerichtet. Die Reaktionen bleiben abzuwarten. Die Studierenden haben mit jedem Fall angekündigt die im Wahlkampf abgegebenen Versprechen genau zu prüfen. Denn erst nach der Wahl wird sich endgültig zeigen, ob den Reformen der Minderheitenregierung Demokratisierungsprozesse an nordrhein-westfälischen Hochschulen folgen werden und eine langfristige und bedarfsgerechte Finanzierung von Bildung und Wissenschaft im Sinne der Studierenden gewährleistet wird.
Die gesamte Stellungnahme zur Novelle des Hochschulrechts
finden Sie unter http://www.campusgruen-nrw.de
